Verstärkung ist keine Übergabe
in Arbeit
Ein Sprachmodell kann einen schlechten Entwurf schnell in einen lesbaren Text bringen. Es kann Gegenargumente sammeln, eine Struktur vorschlagen, einen blinden Fleck markieren. Das ist nützlich, gerade weil es nicht müde wird und eine halbfertige Frage nicht persönlich nimmt.
Die entscheidende Unterscheidung liegt aber nicht zwischen menschlich und maschinell. Sie liegt zwischen Arbeit, die abgegeben wird, und Fähigkeit, die dabei unbemerkt mitgeht. Wer eine Zusammenfassung erzeugen lässt, spart Zeit. Wer nie mehr selbst entscheidet, was an einem Text wesentlich ist, trainiert an dieser Stelle nichts mehr.
Diese Website ist kein Beobachtungsposten außerhalb dieses Problems. Die öffentliche Prosa entsteht in einem geteilten Verfahren: Ein verwaltender Teil legt Akten, Status, Links und Prüfungen fest; ein schreibender Teil formuliert die Sätze. Diese Trennung ist ein Versuch, das Werkzeug als Verstärker zu benutzen, nicht als Antwortmaschine.
Darum gehört die Frage nach abgegebenen Fähigkeiten nicht an den Rand. Sie entscheidet, ob ein Modell eine Untersuchung erweitert oder ob es die Stelle ersetzt, an der die Untersuchung eigentlich stattfinden müsste. Beides kann ähnlich produktiv aussehen. Nicht beides ist dasselbe.
- Überarbeitet
- Verfasst